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Letztes Update 05.09.2010 |
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| Dies & Das... In dieser neuen Rubrik wollen wir ein wenig aus dem Tagesgeschehen unserer Tierschutzarbeit berichten... von den guten und den schlechten Tagen, den schönen Erlebnissen und traurigen Momenten, von guten Menschen und solchen, die ursächlich dafür sind, dass wir nie "arbeitslos" werden.
Alle Beiträge haben eins gemeinsam: sie sollen zum Nachdenken anregen, zum Überlegen - sie sollen konfrontieren, kritisieren, aufrütteln, sensibilisieren... und stehen deshalb ganz bewusst unter dem Motto: |
| Lisa  |
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 | „Lisa“, ein entzückendes Mischlings-Hundemädchen, hat leider durch einen Unfall ein Äuglein verloren. Nichts desto trotz hat sie einen besonders liebenswerten Charakter und sieht auch mit einem Auge noch richtig putzig aus. Außerdem hat sie riesiges Glück gehabt, denn zwei tierlieben Damen war der Anreiseweg aus dem hohen Norden nicht zu mühsam und hatten „Lisa“ besucht. Die mittelgroße Maus ließ ihren ganzen Charme heraus, so dass die beiden Hundefreundinnen schwach wurden und sie direkt mitgenommen haben. Schließlich sollte sich der lange Weg ja lohnen. Nun hat „Lisa“ ein Traumzuhause bekommen, welches sie sich mit zwei Katzen teilen muss. Obwohl „Lisa“ als katzenverträglich gilt, klappt es mit dem Kater nicht so harmonisch. Das scheint an der beidseitigen Antipathie zu liegen, was durchaus auch bei Tieren vorkommt. Die beiden neuen Frauchen regeln das aber wunderbar mit Humor und gewissenhafter Aufsicht. Irgendwann wird es vielleicht zu einer gegenseitigen Akzeptanz kommen, wenn sich schon keine große Liebe entwickelt.
„Lisa“ wurde vor kurzem fachmännisch am kranken Auge operiert, quasi unterzog sich die Süße einer Schönheitsoperation, was bei dem weiblichen Geschlecht heutzutage ja Gang und Gebe ist. Nun schaut sie noch netter aus und gibt sich voll der Lebensfreude hingibt. Der liebevollen Zuwendung und Aufopferung der beiden Damen ist es zu verdanken, dass „Lisa“ ein ausgesprochen glückliches Hundedasein führen darf. Diese Maus hat wirklich sechs Richtige im Lotto!!! Für die weiteren gemeinsamen Jahre wünschen wir dem gemischten Mensch-Tier-Rudel im Norden alles Gute, viel Freude und schöne Erlebnisse miteinander. Moin, moin!
das ist ja ein wunderbar geschriebener Artikel (da merkt man das Fachmännische!!)
Und die Fotos sind auch klasse ausgesucht!!Vielen Dank…und GLÜCKWUNSCH!!
Willi habe ich alles erzählt, er machte einen ganz verständnisvollen Eindruck, mal sehen
ob wir das hier richtig interpretiert haben. Wir schicken mal Fotos mit, damit Ihr ihn
auch sehen könnt!!!
Aber die souveräne Lotti (auch Foto wegen sonstiger Diskriminierung) wollen
wir Euch auch nicht vorenthalten….
Das dritte Foto zeigt die beiden als „Paar“, vereint auf einem Bett.Und das letzte zeigt
den Macho wie er leibt und lebt. Bloß nichts alleine tun…
Besonders haben meine Beiden übrigens über das Wort „betutteln“ gelacht, das kannten
sie nicht so wirklich!!
Die Sache mit der Alleinerbschaft klingt sahnemäßig, aber ihr werdet dann natürlich
auch mit einem goldenen Futternapf und Personalcoaches bedacht!!
Heute haben wir Freunde besucht etwas außerhalb vom Wohnort.Die hatten einen Dackel
– der war mir viel zu aufdringlich (wenn du verstehst was ich meine, eklig)-
Ich wünsche Dir und Deinen Lieben einen ganz schönen Sonntag! |
| D e i n H u n d !
Wenn alle Dich meiden oder gar hassen, ob mit oder ohne Grund,
wird einer Dich niemals verlassen, das ist Dein Hund.
Und würdest Du ihn schlagen, ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen und leckt Dir dafür noch die Hand.
Nur Liebe und Treue hat er für Dich immer parat.
Er beweist Dir täglich aufs Neue, wie gern er Dich hat.
Nennst Du einen Hund Dein eigen, wirst Du nie verlassen sein,
solltest Du vor Einsamkeit schweigen, bist Du trotzdem nie allein.
Wird einst der Tod Dir erscheinen, schlägt Dir die letzte Stund`,
wird einer bestimmt um Dich weinen, nämlich Dein treuer Hund.
Drum schäm` Dich nicht Deiner Tränen, wenn einmal Dein Hund von Dir geht,
nur er ist, das muss man erwähnen,
ein Wesen, das stets zu Dir steht.
Frage an einen Hund:
Wie sieht Liebe für einen Hund aus?
Liebe hat Hände, die mich streicheln und mir Futter geben,
Liebe hat Beine, die mit mir jeden Tag durch Wald und Wiesen laufen,
Liebe hat Ohren, die meine Seufzer und stummen Klagen wahrnehmen,
Liebe hat Augen, die meine Not sehen,
Liebe begleitet mich überall hin, auch auf meinen letzten Weg,
Liebe vergisst mich nicht!
Thema: Tod eines geliebten Tieres
Jeder Abschied von einem geliebten Menschen ist schwer zu verkraften und tut unheimlich weh.
Der Abschied von einem treuen Weggefährten auf vier Pfötchen ist für Tierfreunde ebenfalls ein tiefer Einschnitt in die Gemütslage.
Plötzlich ist der Platz neben einem leer und es erscheint einem, dass man selber immer schneller älter und einsam wird.
Einige trauern ewig um ihren geliebten Vierbeiner, die anderen trösten sich mit einem neuen Hund, der ein liebevolles zuhause bitter nötig hat.
Andere wollen für einige Zeit ungebunden bleiben und genießen auf ihre Art die sog. Befreiung von Verantwortung. Sie reisen viel oder unternehmen Dinge, die mit einem Hund schwierig oder gar unmöglich waren.
Jedoch echte Hundefreunde brauchen früher oder später wieder einen tierischen Partner, sei es als Fitnessbegleiter, schmusigen Kumpel oder für eine ausgeglichene, seelische Balance und eine besondere Therapie zur Bodenständigkeit.
Zahlreiche verwaiste Mitgeschöpfe warten in Tierheimen oder auf privaten Pflegestellen sehnsuchtsvoll auf ihre Chance, dass eine liebevolle Familie sie zu sich nimmt, wo sie alt werden und ihre letzen Lebensjahre verbringen dürfen.
Die meisten Tiere landen oft mit fadenscheinigen Begründungen und immer ohne Selbstverschulden hinter Gittern, weil sie vom früheren Besitzer nicht mehr erwünscht sind, lästig werden, nicht in die veränderte Lebensplanung passen und nun einfach entsorgt werden.
Die Aufgabe unserer Kleinen Arche ist es, abgeschobenen, wehrlosen Kreaturen ein zwingerfreies Übergangszuhause zu schaffen, mit dem vorrangigen Ziel, für sie ein artgerechtes, neues zuhause zu finden.
Ein neuer Hund, insbesondere ein älterer und aus zweiter Hand ist oft etwas ganz Besonders.
Er strahlt viel Lebensweisheit, Trauer und Freude, sowie eine äußerst angenehme Ruhe aus. Wenn man bei Tieren von Dankbarkeit sprechen darf, dann ist es gerade bei Notfällen die intensive Anhänglichkeit, die nach einer Eingewöhnungszeit entsteht.
Viele Hundefreunde, die ihren geliebten Vierbeiner verloren haben und es anfangs für ausgeschlossen hielten, sich je wieder an ein neues Tier zu binden, mussten feststellen, dass gerade der neue Hund bewirkte, Erinnerungen an den Verstorbenen lebendig zu halten.
Viele haben das Gefühl, der von einem gegangene Hund lebt in dem Neuen weiter oder hat tüchtig Schicksal gespielt.
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| Ware: H u n d- Endstation Tierheim
Tierliebe allein genügt nicht, um einem Hund gerecht zu werden.
Die Welt des Hundes auch mal aus seiner Sicht zu sehen, ihn zu verstehen, in unserem Alltag integrieren und am menschlichen Leben teilhaben lassen, ihm Geduld und Zuwendung schenken, wichtige Punkte, die im Vorfeld einer Anschaffung unbedingt geklärt werden sollten.
Dass ein Hund dem Menschen im körperlichen und besonders im seelischen Bereich unbeschreiblich viel geben kann, was mit erhöhter Lebensqualität zu tun hat, ist mittlerweile bekannt, denn das Angebot und die Nachfrage nach einem vierbeinigen Haustier waren noch nie so groß.
Doch wie steht es mit der Beständigkeit und uneingeschränkten Treue beim Menschen im Vergleich zum Hund?
In unserer schnelllebigen und egoistischen Welt, wo alles problemlos austausch- und ersetzbar ist, selbst lebendige Wesen, gehören derartig konservative
Tugenden fast schon in Vergessenheit oder werden
cool und locker verdrängt.
Anhaltende Freude an einem Hund hat man erst, wenn man nicht versucht, aus ihm einen halben Menschen zu machen, sondern ihn Hund sein lässt.
Die ständig steigende Zahl der privaten Abgabetiere dokumentiert einen traurigen Trend, der Tierheime oder private Tierschutzorganisationen vollpackt mit bedauernswerten, wehrlosen Mitgeschöpfen.
Immer häufiger hört man bei vorschneller Abgabe eines Tieres fadenscheinige Begründungen wie:
der bellt nur, der kann nicht alleine bleiben oder der hört einfach nicht!
Nicht der Hund ist das Problem, sondern in erster Linie vernachlässigte Erziehungspflichten und Zeitmangel des Halters, die solche unerwünschten Verhaltensweisen zulassen.
Bei oder vor Anschaffung eines Welpen sollte unbedingt Sachkenntnis über Rasseauswahl erworben und ein Blick über das Welpenalter hinaus gewagt werden, damit es einem nicht vom Hocker haut, wenn aus dem niedlichen Hundebaby einmal ein kräftiger, selbstbewusster Begleiter wird, über den man dann schlimmstenfalls die Kontrolle verliert.
Geduld, Zeit und Verantwortungsbewusstsein aber auch eine gewisse finanzielle Absicherung sind wichtige Voraussetzungen für eine Anschaffung, damit der Hund nicht zur Ware abgestempelt wird und ein häufiges Wechselspiel zwischen An - und Abschaffung entsteht.
Gewissenhafte Hundehaltung verlangt dem Halter mehr ab als ein vorübergehendes Hobby, welches man sich nach Lust und Laune widmet, anfangs am meisten Spaß macht und bei auftretendem Desinteresse problemlos austauscht.
Profitgierige Tiervermehrer züchten fleißig drauf los, obwohl wir bereits eine Überpopulation bei
Hunden haben und die Tierheime aus allen Nähten platzen, die mittlerweile außer den robusten und putzigen Promenadenmischungen auch edle Rassehunde und Welpen anbieten.
Nackthunde für Allergiker oder atemgeschädigte, mitleiderregende Geschöpfe, die man wie eine Handtasche mit sich trägt, wie sie bei Promis zur Zeit in sind, erleben einen Boom und sind in Perversion nicht zu überbieten.
Unsere Kleine Arche bemüht sich, wehrlosen, nicht selten traumatisierten Abgabehunden ein einigermaßen erträgliches Übergangszuhause zu schaffen, wo sie erst mal in Ruhe eine oft schlimmste Vergangenheit verarbeiten können. Unermüdlich wird für jedes unserer Schützlinge ein liebevolles neues zuhause gesucht und nichtvermittelbaren Hunden ein verdienter Gnadenbrotplatz zur Verfügung gestellt.
Leider ist unsere Aufnahmekapazität nur begrenzt,
so dass wir schweren Herzens manchmal ein Tier ablehnen müssen.
Deshalb brauchen wir die Mithilfe von seriösen Tierfreunden. Wir sind über jede Art der Unterstützung dankbar, sei es in finanzieller Hinsicht oder in ehrenamtlicher Form, was wiederum unseren Schützlingen zugute kommt.
Allein sind wir stark ,
jedoch gemeinsam unschlagbar!
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| Welpen sind keine Händlerware!
Lieber Leser: Spontan werden Sie dieser Aussage zustimmen. Und doch wandern Tag für Tag unzählige Welpen über den Ladentisch, wechseln auf dubiosen Wegen den Besitzer, werden per Mausklick im Internet gekauft oder auf Bestellung (zum Teil aus dem Ausland) nach Hause angeliefert. Laut VDH-Schätzungen werden allein in Deutschland jährlich 500.000 Welpen verkauft, 20 % davon aus dem Ausland importiert (Stand 2006). Unglaubliche Zahlen, keine Frage: dahinter verbirgt sich ein enormes Verdienstpotential für jeden Hundevermehrer und -händler.
Welpen sind keine Ware, sondern Lebewesen, die uns als Familienmitglied ein ganzes Hundeleben lang begleiten sollen. Daher sollte man an den Züchter seines zukünftigen vierbeinigen Freundes ganz besondere Anforderungen stellen:
Er gehört einem von der FCI anerkannten Rassehundeverein an. Die in Deutschland anerkannten Vereine finden Sie auf der Website des VDH, dem einzigen deutschen Mitglied der FCI.
Er nimmt sich bereits bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme Zeit für Sie. Er wird Sie nach Ihrem Hundewunsch fragen und Ihnen mehr über seine eigene Zucht erzählen.
Bei einem ersten Besuch werden Sie freundlich von einer gepflegten Mutterhündin und ihren Welpen empfangen.
Die Wurfkiste bzw. der Welpenauslauf sind sauber und welpengerecht ausgestattet. Aber auch insgesamt sollten die häusliche Umgebung und der Verkäufer einen gepflegten Eindruck machen.
Die Welpen sind gut genährt, gesund und frei von Parasiten.
Die Welpen sind lebhaft, verspielt und neugierig auf den Besuch.
Der Besucher darf den kompletten Wurf Welpen im Beisein der Mutterhündin anschauen. Mehrfache Besuche der Interessenten während der Welpenzeit bis zur Abgabe sind ausdrücklich erwünscht.
Im Idealfall ist der Vater ebenfalls live zu besichtigen oder man bekommt Bilder des Rüden gezeigt und die Adresse des Rüdenhalters genannt.
Jedem Kaufabschluss geht ein persönliches Gespräch voraus, in welchem Ihr Kaufwille und Ihre Eignung hinterfragt werden. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken! Für einen seriösen Züchter sind die Welpen wie kleine Familienmitglieder, an welchen sein Herz hängt und für die er nur das allerbeste Zuhause sucht.
Auch ohne Nachfrage bekommen Sie Zuchtunterlagen (zum Beispiel Papiere der Eltern mit FCI- bzw. VDH-Logo, Wurfabnahmebescheinigung) und die Impfpässe gezeigt.
Der Welpenpreis entspricht den Richtlinien des Rassehundevereins. Auf ein Feilschen lässt sich der Züchter auf keinen Fall ein.
Im Idealfall veranstaltet der Züchter regelmäßige Welpentreffs. Auf jeden Fall ist er auch nach dem Kauf für alle Fragen Ihr Ansprechpartner und an der Entwicklung seines Welpen interessiert.
Kathrin Hansen
 | Weitere Infos unter: |
| Bruno
Freundschaft unter Tierheimhunden „Bruno“ ein schwarzer Labrador-Mix verbrachte sein bisheriges leben überwiegend in einem Tierheim. Trotz mehrmaliger Präsentation in der Zeitung fand sich für den lieben Kerl kein passendes zuhause.
Der einjährige „Bruno“ muss tiefgreifende, sehr negative Erfahrungen mit Männern gemacht haben, denn er reagiert auf dominante Menschen, hauptsächlich männlicher Gestalt, ausgesprochen ängstlich.
Interessenten war der Labbi-Mix zu wenig reinrassig, einige kamen mit der Unsicherheit dieses wunderschönen, sanften Rüden nicht klar, so dass die Aussicht auf einen baldigen Umzug zu liebevollen
Tierfreunden aussichtslos schien.
Doch dann kam Janina!
Die 12-jährige Hundefreundin, die das richtiges Händchen und Feeling für Hunde hat, besuchte mit ihrer Mutti mehrmals die Tierherberge, denn ein eigener Hund ist schon länger ihr Herzenswunsch.
Gefühlsmäßig pickten sich die Beiden den einjährigen „Bruno“ heraus, verliebten sich in seine traurigen, melancholischen Augen und führten ihn regelmäßig aus. Es dauerte nicht lange, bis der schüchterne und sensible
Vierbeiner instinktiv spürte: das sind warmherzige Menschen, denen kann ich vertrauen.
Beide Seiten genossen die gemeinsamen Spaziergänge und zu Beginn der großen Ferien traf die ganze Familie von Janina die gut überlegte Entscheidung:
„Bruno“ für immer zu sich zu holen!
Janinas neuer Freund muss gespürt haben, dass seine Zukunft nun liebevoll und abwechslungsreich verlaufen wird, denn er sprang trotz seiner großen Scheu problemlos zu Janina ins Auto.
„Bruno“ ist nun ein „Moerser Jung“ und nennt ab jetzt eine vierköpfige Familie mit Haus und Garten sein Eigen.
Tierische Nachbarn beiderlei Geschlechts hat der junge Kerl auch, ebenfalls ehemalige Tierheimhunde!
Da „Bruno“ in der Tierherberge im Gruppenverband gelebt hat, zeigt er ein hervorragendes Sozialverhalten mit hohem Verträglichkeitsfaktor gegenüber allen Vierbeinern.
Seine Freunde wurden die mittelgroße, putzige Schnauzer-Mix-Hündin „Tamy“, die braune, feinfühlige Bayrische Gebirgsschweißhündin „Suna“ und der schwarze, gutmütige Labradorrüde „Timo“.
Mit „Tamy“ wohnt „Bruno“ Garten an Garten. Jeden morgen verwöhnt sie den smarten Neuling durch den Zaun mit feuchten Küsschen. „Tamy“ pflegt halt ein inniges Nachbarschaftsverhältnis.
„Suna“ und „Timo“ sind seine Laufkumpel, die ihm zeigen, wo und wie hundegerecht man in seinem neuen Revier spazieren gehen kann.
„Suna“ hat es dem ehemaligen Waisenhund sehr angetan. Ihre sanfte Art kommt bei „Bruno“ gut an und gibt ihm Sicherheit. „Timo“ gewinnt bei „Bruno“ durch seine freundliche und offene Begrüßung immer mehr an Sympathie. Beim Laufen mit den Beiden fühlt sich der „Neue“ in ihrer Mitte geborgen und beteiligt sich an ihren interessanten Schnupperrunden.
Alle drei Vierbeiner sind „gebrauchte“ Hunde aus zweiter Hand, d.h. sie stammen aus einem Tierheim und waren so wie „Bruno“, aus welchem Grund auch immer, nicht mehr erwünscht.
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| Der 10.Oktober ist "Welttierschutztag"
Ein Tag, den sich Tierfreunde vormerken können.
Dieser Tag zu Ehren unserer Mitgeschöpfe erinnert nicht nur an den weltweiten Tierschutz, sondern bietet auch Gelegenheit, den besten Freund des Menschen zu feiern. Eine gute Gelegenheit, ihm einige Gedanken zu schenken.
Hunde sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken.
Neben ihrer ursprünglichen Bestimmung, uns zu beschützen und das Eigentum zu bewachen, erfüllen unsere Begleiter auf vier Pfötchen
mittlerweile auch andere wichtige Aufgaben. Sie dienen uns nicht nur als Gebrauchshund bei der Polizei, im Rettungsbereich und als Blindenhund, sondern stehen uns genauso zuverlässig und wichtig als
Therapiehilfe, Familienmitglied und als aufrichtiger Sozialpartner zur Seite. Aufgrund ihres angeborenen hohen Sozialbedürfnisses fühlen sie sich im engen Kontakt mit uns Menschen sehr wohl.
Im Grunde genommen sind Hunde bescheiden und ihre Anforderungen an uns Menschen sind erfüllbar. Als Grundbedürfnis brauchen sie gutes Futter, ein eigenes Plätzchen möglichst nahe ihrer Bezugsperson, regelmäßigen Auslauf und liebevolle Ansprache.
Je mehr wir uns mit ihnen beschäftigen, sie artgerecht auslasten, Umweltreize kennenlernen lassen und in unser Alltagsleben integrieren, desto ausgeglichener und gesünder zeigen sie sich.
Das Leben mit einem Haustier ist für uns eine emotionale Bereicherung und kann glücklich machen, was wissenschaftliche Studien belegen. Besonders auf Kinder und Jugendliche haben Hunde eine positive Ausstrahlung und erziehen sie automatisch zu mehr Verantwortung, Kommunikationsbereitschaft und Nächstenliebe.
Sogar in Justizvollzugsanstalten oder Seniorenheimen schätzt man heutzutage immer mehr den regelmäßigen Kontakt zu unseren tierischen Freunden, der eine beruhigende und aggressionsabbauende Wirkung haben kann.
Der Welttierschutztag ist eine gute Gelegenheit, auch an die vielen
Mitgeschöpfe zu denken, die ein trauriges Dasein unschuldig in Tierheimen verbringen müssen. Einige wurden gefühllos abgeschoben, andere auf eine ganz abscheuliche Weise von ihren Haltern „entsorgt“. Viel zu unüberlegt, schnell und fadenscheinig sind die Abgabegründe einiger Besitzer. Das in letzter Zeit sich häufende
Argument : „Veränderungen der Lebensumstände“ mag ja manchmal zutreffen und unumgänglich sein. Trotzdem machen die Tierheime die Erfahrung, dass Hunde oft aus einer spontanen Laune heraus unüberlegt angeschafft und wieder leichtfertig abgeschoben werden.
Tierfreunde, die kein Tier aufnehmen möchten, haben die Möglichkeit, ein Tierheim vor Ort zu unterstützen. Jedes noch so gut geführte Tierasyl braucht Hilfe von Ehrenamtlichen, um zu bestehen
und die Schützlinge so gut wie möglich zu versorgen.
Gassigänger sind stets willkommen oder eine Patenschaft für einen Waisenhund zu übernehmen, sind einige von vielen Hilfsbereitschaften, die den verlassenen Tieren ihren tristen Aufenthalt ein wenig erleichtern.
Streicheleinheiten und liebevolle Zuwendung geben besonders den älteren Heimhunden das Gefühl, nicht ganz vergessen und überflüssig zu sein.
In diesem Sinne möchte die „Kleine Arche“ so gut wie möglich
für ihre zu betreuenden Hunde da sein, um ihnen die Trennung
zu erleichtern. Wir können ihnen kein liebevolles zuhause ersetzen,
jedoch dafür sorgen, dass sie Futter, eine trockene Unterkunft mit Auslaufmöglichkeiten haben und bei Bedarf ärztlich versorgt werden. Unsere Einrichtung, die natürlich nur eine gewisse Aufnahmekapazität hat, will ein kriminelles Aussetzen durch verantwortungslose Halter
verhindern.
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| Hurra: Ein Welpe kommt ins Haus!!!
Tierfreunde, die sich für einen Welpen entscheiden, sollten wissen,
dass ihr Alltagsleben durch so ein Schätzchen auf den Kopf gestellt wird. Deshalb ist es nie verkehrt, wenn die künftigen Besitzer einige Vorkehrungen treffen.
Hundewelpen sind einfach süß!
Sie tapsen herum, sehen aller liebst und putzig aus.
Zu jeder kleinen Balgerei sind sie bereit und stellen die Wohnung und den bisher eingespielten Alltagsrhythmus des neuen Halters regelrecht auf den Kopf.
Aus diesem Grunde ist es empfehlenswert, ihren Einzug ganz nüchtern zu betrachten, Vorkehrungen mit einer realistischen Erwartungshaltung zu treffen, bevor ein drolliges Energiebündel geholt wird.
Welpen sind nun einmal tollpatschig und ungestüm, kennen noch keine Gefahr und müssen allmählich an verschiedene Umweltreize herangeführt werden. Damit das Hundebaby sicher herumtollen und den Start in sein neues Leben auskosten kann, muss der künftige Besitzer ihm dabei hilfreich zur Seite stehen.
Viel Geduld, Liebe und bestenfalls angelesene Vorkenntnisse oder Hunde Erfahrung sind Grundvoraussetzungen für eine Anschaffung, damit diese nicht schon bald bereut wird.
Auf moderne Methoden hinarbeitende Hundeschulen, die gewaltfrei und mit spielerischer Abwechslung die Kleinen an eine konsequente Früherziehung heranführen, sind als Unterstützung hilfreich.
Denn hier bekommt der Welpe viel Kontakt zu Artgenossen und lernt locker ein korrektes Sozialverhalten mit gutem Benehmen, was ihm sein alltägliches Leben als erwachsener Hund enorm erleichtert.
Außerdem bieten seriöse Hundeschulen diverse und artgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten an, um den Süßen später auch vom Kopf her auszulasten.
Die neuesten Erkenntnissen sollte man als Hundebesitzer wissen, denn körperliche Bewegung allein reicht nicht aus, um einen intelligenten Hund, den sich schließlich jeder wünscht, in seinen Bedürfnissen zufrieden zu stellen. Der Erfolg stellt sich sichtbar ein, wenn sich der Welpe immer mehr als wohlerzogener und ausgeglichener
Freund auf vier Pfötchen präsentiert. Je mehr er dann im Alltag seiner Menschen integriert wird und daran Anteil nehmen darf, desto
glücklicher und abwechslungsreicher empfindet sein Hundedasein.
Natürlich braucht der kleine Schützling auch seinen eigenen Platz, wo er sich jederzeit zurückziehen kann.
Hundebabys brauchen anfangs besonders viel Ruhe und Schlaf, um die neuen, vielfältigen Eindrücke verarbeiten zu können.
Überforderte Hunde reagieren verhaltensauffällig, vergleichbar mit nervösen Kindern, von denen man einfach zuviel erwartet.
Außer den Erstanschaffungen wie handelsübliches Welpenfutter, Näpfe, Leinengeschirr, Schlafkissen oder -körbchen, Haarbürste dürfen spezielles Welpenspielzeug nicht fehlen. Besonders gut geeignet für die vorhandenen Milchzähnchen bieten sich in Fachgeschäften extra kleine Büffelhautknochen an. Um den normalerweise stark ausgeprägten Spieltrieb eines Welpen gerecht zu werden, sind welpengerechtes Spielsachen bei den Kleinen immer willkommen. Damit kann man seinen Liebling auch leichter vom unerwünschten Anknabbern z.B. an Möbeln ablenken und ihm deutlich zeigen, welche Sachen für ihn erlaubt und tabu sind.
Dass kleine und große „Geschäfte“ nur draußen erledigt werden dürfen, muss der Neuling auch noch lernen. Wertvolle Teppiche sollten besser für die erste Zeit aufgerollt werden, damit sie
keine dauerhaften Spuren vom anfänglichen Missgeschick des Welpen behalten. Passiert ein Malheur, bitte keine Panik oder Schreierei.
Bestrafen bringt gar nicht, im Gegenteil, es verunsichert und verängstigt den Kleinen, dem überhaupt nicht bewusst ist, etwas falsch gemacht zu haben. Ihn lieber mehr beobachten, damit man sofort sieht, wenn sich der Welpe einmal im Kreis dreht, was ein typisches Verhalten ist, unmittelbar bevor er sein Geschäft macht. Vernachlässigt man das Tierbaby nicht, hat man die Stubenreinheit relativ schnell im Griff. Mit ausgiebigem Lob durch Worte oder Belohnungshappen sofort danach bestätigt man das wünschenswerte Verhalten des Welpen, denn Hunde reagieren auf Lob grundsätzlich und lernwillig.
Als Unterstützung für eine stressfreie Leinenführigkeit ist ein Brustgeschirr einem Halsband vorzuziehen. Anfangs läuft ein Welpe noch total unkontrolliert an der Leine und im Wachstum nimmt seine Kraft zu, so dass er stark zieht. Ein Halsband kann den Halswirbelbereich abklemmen und somit zu gesundheitsschädlichen Schäden, schlimmstenfalls zu einer Kehlkopfentzündung führen. Auch ein Grund, warum heutzutage seriöse Hundeausbilder das harte Zurückziehen und brutale Gegenreißen am Hals in der Hundeerziehung möglichst vermeiden.
Die anfängliche Neugierde und Entdeckungslust sind nun mal bei Welpen riesig, besonders der Drang, Artgenossen zu beschnuppern.
Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass man Welpen auch in Tierheimen vorfindet. Sie sollten die erste Adresse und Anfrage für jeden gewissenhaften Tierfreund sein, denn dort haben die Kleinen ein liebevolles zuhause besonders nötig und man leistet einen ganz persönlichen Tierschutz, indem man das Tierheim entlastet. Welpen brauchen nun mal besonders viel Aufmerksamkeit,
Pflege und mehrfache Fütterungen am Tag. Diesen Zeitaufwand können die Tierheimangestellten dann in die Betreuung ihrer restlichen Schützlinge einsetzen. Vor allem bei den zahlreichen Senioren, die häufig vergessen und leider immer mehr abgeschoben werden, weil für sie eine neue Vermittlung so gut wie chancenlos ist.
Ein weiterer Grund, zuerst Tierheime aufzusuchen, liegt darin, die
gewaltig zunehmende Hundepopularität auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Leider gibt es immer noch Züchter, die aus reiner Profitgier unkontrolliert und hemmungslos drauflos züchten. Sie richten sich nach dem aktuellen Trend, welcher Hund gerade in Mode ist. Bedauerlicherweise finden sich immer noch genügend Abnehmer
für solche Massenprodukte, selbst bei Qualzüchtungen.
Sogenannte abscheuliche Hundemafia, bei der der einzige Lebenssinn einer Hündinnen darin besteht, auf Kosten ihrer Gesundheit und Wesensstabilität wie am Fließband Nachwuchs zu fabrizieren, sind schwer nachzukommen, um ihr das schmutzige Handwerk zu legen.
Hat man sich einen Welpen im Alter von frühestens 8-10 Wochen
zu sich geholt, ist man verpflichtet, Grundimpfungen vom Tierarzt vorzunehmen. Diese sind dann mit jährlicher Auffrischung auch bei ausgewachsenen Hunden notwendig.
Es kann gut sein, dass das Hundbaby in der ersten Nacht jämmerlich winselt. Vergessen wir nicht, was nach dem Trennungsschmerz alles Neues auf diesen Winzling einstürmt. Plötzlich und unerwartet wurde er aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen, von seinen Geschwistern und vom Geruch seiner vertrauten Hundemama getrennt und mit völlig fremden Eindrücken konfrontiert. Ideal ist es, wenn der neue Halter die Möglichkeit hat, seinen Welpen vorher öfter zu besuchen, damit sich der Kleine allmählich an seinen Geruch gewöhnen kann und sein neues Frauchen oder Herrchen ihm vertraut ist.
Im neuen zuhause lauern einige Gefahren auf ihn. Weil Welpen vorwitzige und neugierige Lebewesen sind, sollte ihr zukünftiges Heim „hundesicher“ gemacht werden. Welpen können durch ihre spitzen Zähnchen z.B. Kabel durchbeißen und einen Stromschlag bekommen. Deshalb sollte vorbeugend kontrolliert werden, was in seiner Reichweite liegt. Auch Medikamente und Lebensmittel dürfen nicht zugänglich herumliegen. Sie werden schnell verschluckt und können für den Welpen fatale Folgen haben.
Der Kleine wird mit Sicherheit anfangs alles ausprobieren und stibitzen, was für ihn erreichbar ist. Besonders in der Anfangsphase sollte ein Welpe nicht unbeobachtet herumlaufen. So ein kleiner, tierischer Kerl braucht in der ersten Zeit genauso viel Aufmerksamkeit wie vergleichsweise ein menschliches Baby.
Es ist unumstritten, dass es ein Erlebnis ist, einen Welpen aufzuziehen, wenn man die dafür aufwendige Zeit und Geduld hat, die so ein Tierbaby einfordert, um sich möglichst artgerecht zu entwickeln. Mit Humor und ganz viel Liebe zum Tier überbrückt man dann die anstrengende Anfangsphase problemlos und stellt fest, wie schnell der Liebling zum Junghund herangewachsen ist.
Hat man sich ausgiebig um ihn gekümmert, sieht man immer mehr seine positive Entwicklung. Einem Zusammenwachsen in gegenseitiger Achtung, Zuneigung und Vertrauen steht nichts mehr im Wege und bestimmt einen gemeinsamen Lebensabschnitt mit großer Bereicherung. Hat man sich einmal für ein Familienmitglied und Sozialpartner auf vier Pfoten entschieden, möchte dieser sein ganzes Hundeleben lang an unserer Seite bleiben. Er hat es verdient, wie der allerbeste Freund behandelt zu werden.
Bei all dem Verständnis für die Anschaffung eines Welpen dürfen natürlich nicht die zahlreichen, in Tierheime unschuldig abgeschobenen Vierbeiner vergessen werden, die schon längst aus dem Welpenalter heraus sind. Auch sie waren mal Lieblinge und süße Babys. Ihr Schicksal hat es nicht gut mit ihnen gemeint, deshalb warten sie jeden Tag aufs Neue, sehnsüchtig und unermüdlich auf die Menschen, die ihnen eine neue Chance geben. Viele haben ihr Soll erfüllt und wurden ihren Haltern mit zunehmendem Alter lästig, gebrechlich oder uninteressant. Doch jeder Tierheimhund sollte das Recht auf ein zuhause haben und nicht im Tierheim seine Endstation finden. Auch wenn seine Zeit noch so kurz ist, lohnt es sich für ihn allemal, diese bei liebevollen Menschen in Frieden zu Ende zu leben.
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| Was für ein Hundeleben ???
Als Welpen sind sie süß, doch wenn sie groß sind, werden sie ausgesetzt oder ins Tierheim abgeschoben.
Häufig werden Eltern von ihren Kindern mit der immer wiederkehrenden Frage genervt: Wann bekomme ich endlich
einen Hund?
Damit den Kindern möglichst jeder Wunsch erfüllt wird, bekommen sie schließlich einen, ganz gleich, ob die Voraussetzungen dafür geeignet sind.
Schließlich sind die Zeitungen, Tierheime und Züchterangebote voll von allerliebsten Vierbeinern.
Kein Problem auch auf billige Weise an einen Hund zu kommen.
Einige machen sich allerdings vorher kaum Gedanken darüber, wie viele Kosten, Zeitaufwand und Kenntnisse so ein lebendiger Hund beansprucht.
Kindern die alleinige Verantwortung zu überlassen, wie bei einem Sachgeschenk, ist fatal.
Kommt ein Hund ins Haus, ist die Freude bei den Kids zuerst riesengroß. Der possierliche Kerl wird beschmust, man geht häufig Gassi mit ihm, damit ihn auch jeder sieht und alles ist in bester Ordnung. Doch bedauerlicherweise nicht immer für lange Zeit.
Versetzen wir uns doch mal in die Gefühlswelt eines Welpen.
Der kleine Freund weiß anfangs gar nicht, wie ihm geschieht. Die neue Umgebung macht ihm Angst, viele Menschen mit fremden Gerüchen, weg von seiner Hundemama und die Trennung von den Wurfgeschwistern muss er erst mal verkraften.
Bei geduldigen Tierfreunden mit viel Verständnis für das neue Familienmitglied schafft es der Welpe recht schnell, sich seiner neuen Umgebung anzupassen. Der Hund spürt bald: Hier ist meine Familie, hier fühle ich mich wohl, werde ich geliebt und von hier will ich nie mehr fort!
Doch wie lange hält diese Begeisterung bei den Kindern an?
Wie lange werden sie sich ausgiebig um den Hund kümmern, regelmäßig ausführen, ordentlich versorgen, ihn liebvoll pflegen und erziehen und viel Zeit mit ihnen verbringen?
Häufig nur so lange, wie das einst so sehnlich erwünschte Tier klein ist.
Sobald es aus dem tollpatischen Welpenalter herausgewachsen ist und sein kuscheliges Babyfell verloren hat, verliert sein Aussehen stark an Reiz. Keiner bleibt mehr stehen und ruft:
Ist der aber niedlich!
Auch seine Anwesenheit und Pflegebedürfnis werden zum Alltag und sind lästig.
Bei jedem Wetter, sei es noch so nasskalt, mit ihm spazieren gehen und ihn anschließend bürsten und sauber machen, damit sich seine mittlerweile überall auffindbaren Haare in Grenzen halten, werden zur unliebsamen Verpflichtung.
Auf Hunde ablehnende Passanten wirkt der ausgewachsene Vierbeiner sogar gefährlich.
Wie soll der angeschaffte Hund das verstehen? Er renn weiter voll Freude auf die Menschen zu, begrüßt sie stürmisch und erwartet Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten, so wie er sie bis vor kurzem immer bekommen hat und er es gewohnt ist.
Jetzt, wo er groß und ausgewachsen ist, haben immer mehr Leute plötzlich Angst vor ihm und seiner Menschenfreundlichkeit. Sogar sein geliebtes Herrchen
verhält sich auf einmal ganz anders. Er schimpft immer öfter mit ihm. Sein bester Freund, das Kind, hat kaum noch Interesse und Zeit für ihn.
Sein geliebtes Ballspielen darf er immer seltener genießen.
Die einsamen Stunden, die er allein zu hause mit Warten verbringen muss, werden immer mehr.
Leichte Verletzungen durch z.B. herumliegende Glasscherben oder anderen gefährlichen Unrat, Verstauchungen oder organische Erkrankungen sowie regelmäßige Jahresimpfungen erfordern das Aufsuchen eines Tierarztes und kosten Geld.
Die Tierarztrechungen werden hoch, z u h o c h !
Der nächste Urlaub steht an. Auf die jährliche Flugreise des Hundes wegen zu verzichten und anstelle dessen mit dem Auto ein Ziel ansteuern, wo der Hund mit kann, kommt überhaupt nicht in Frage.
Auch Tierpensionen kosten Geld, was man lieber im Urlaub ausgeben möchte. In der Verwandtschaft oder im
Freundeskreis will keiner den Hundesitter spielen. Wohin also mit dem lästig gewordenen Vierbeiner, der aus einer nicht gründlich durchdachten Laune heraus angeschafft wurde?
Die Familie beschließt, sich von dem Tier zu trennen, welches anfangs mit Liebkosungen geradezu überschüttet wurde.
Eiskaltes Aussetzen eines Tieres an Autobahnraststätten sind für herzlose und sich fälschlich selbsternannte Tierfreunde immer noch und unverständlicherweise ideale und billige Lösungen.
Die scheinheilige Tierliebe dieser Täter weilte nur kurz und in der Verantwortung für ein lebendes Wesen und Mitgeschöpf
haben solche Christen-Menschen gesündigt und kläglich versagt.
Mittlerweile zählt das Aussetzen eines Tieres ohne Schutz und Sicherheit endlich zu den strafbaren Handlungen im Tierschutz.
Der Hund ahnt nicht, zu welchen grausamen Handlungen und Trennungsmethoden seine geliebten Menschen, denen er blind vertraut, fähig sein können. Sein Gedanke scheint sich darum zu drehen:
Sie werden schon bald wiederkommen, denn schließlich hat man ihm ja erfolgreich beigebracht, längerer Zeit alleine zu bleiben und sich geduldig auf ihre Wiederkehr zu freuen.
Doch dieses Mal ist es anders. Er wurde getäuscht und hintergangen. Was hat er denn groß Schlimmes angestellt?
Er ist erwachsen geworden, hat eine starke Bindung zu seinen Menschen aufgebaut und wollte ihnen Freude bereiten und
zu irgendetwas nützlich sein.
Als braver Hund seiner Familie ein zuverlässiger Freund sein, der ihr in allen Lebenslagen getreu zur Seite steht.
Man hat ihm soviel beigebracht. Er weiß, wie man Pfötchen gibt, kennt die Kommandos Sitz und Platz, gehorcht aufs
Wort, doch warum er eiskalt ausgesetzt und nun in einem
Tierheim neben vielen ähnlich vom Schicksal bestraften Artgenossen leben muss, das weiß er bis heute nicht.
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